Seit ich beschlossen habe, selber auch einen Blog zu schreiben, lese ich mich kreuz und quer durch diverse Elternblogs und verfolge diese auch auf Twitter.

Just zu diesem Augenblick bricht nach einer Blogger-Konferenz eine heftige Diskussion auf Blogs und in „Twittertown“ aus. Es wird eine Welle gemacht.

 

Ich lese quer durch die Blogs. Versuche mir ein Bild von den Menschen zu machen. Versuche herauszufinden, worüber ich bloggen möchte. In welchem Stil ich schreiben möchte. Und vor Allem: Wie viel ich von uns preis geben möchte.

Mir fällt auf, dass viele der BloggerInnen eine schlimme Vergangenheit haben. Oder fiese Erfahrungen in der Schwangerschaft, Geburt und/oder Baby-/Kleinkindzeit hatten.

 

Und ich merke, wie es mir nahe geht.

Seit ich Kinder habe, bin ich nicht mehr nur nahe am Wasser gebaut, sondern stehe quasi im Wasser. Besonders in der zweiten Hälfte des Monats.

Auch wenn ich die Beiträge und Blogs schließe, Twitter ignoriere und mich versuche auf mein eigenes Leben zu konzentrieren, kreisen meine Gedanken um die gestalkte Bloggerin mit Todesangst, die Bloggerin die ihr Kind wieder an die Brust brachte um das Leben des Kindes zu retten, die alleinerziehende Mutter mit drei Kindern und Gebärmutterhalskrebs in der Schwangerschaft und all die anderen schweren Schicksale. Sie lassen mich nicht los und belasten meinen Alltag.

 

Langsam beschleicht mich das Gefühl, dass ich zwar auch hauptsächlich von meinen schweren Tagen schreiben könnte, dies aber nicht möchte. Also geht meine Suche weiter. Ich Suche, was ich schreiben möchte. Denn soviel ist für mich mittlerweile klar: Ich will wieder schreiben.

Es tut mir gut.

Es tat mir schon immer gut.

Kommentar verfassen