Heute ist Ernte Dank.

Ich kann mich erinnern, das wir früher Ente Dank auch gefeiert haben. Wir haben uns bei der Natur für die reiche Ernte bedankt und den Herbst begrüßt.

Irgendwie ist das in meinem Leben verloren gegangen. Und ich vermisse das ein wenig.

Aber es ist noch etwas verloren gegangen.

Nämlich meine Dankbarkeit.

Ich sage viel zu selten in meinem Leben „Danke!“

Ursprünglich wollte ich diesen Blogpost und dieses Ernte Dank dafür nutzen, mich bei all den lieben Menschen zu bedanken, die mich in den letzten Jahren so unterstützt haben. Und natürlich bei all meinen KundInnen. Und zukünftigen KundInnen.

Eigentlich wollte ich euch einen Rabatt einrichten und mich so ein wenig bedanken.

Aber dann kam vor 7 Tagen die Bundestagswahl.

Und ich wurde unglaublich wütend. Ich war so wütend, das ich nicht arbeiten konnte und das erste Mal in meinem Leben Wutgebloggt habe. (An dieser Stelle noch ein Mal ein großes Danke an Mama Juja für das Veröffentlichen) Als ich diese Wut dann aber raus geschrieben hatte, da fiel mir wieder ein, was der Tai Chi Lehrer in meiner Kindheit mal in einer Pause erklärte – Nämlich, dass man diese Wut, diese Kraft die von außen kommt, einfach in positive Energie wandeln und nutzen kann.

 

Die Kraft des Angreifers aufnehmen und gegen ihn richten.

Also besann ich mich auf die Kraft hinter der Wut. Und mein Gehirn fing an zu arbeiten. Ich wollte aktiv werden. Das erste Mal seit dem ich Kinder habe, verspüre ich den Drang egal was passiert etwas machen zu müssen.

Aber was?

Mir fiel ein, wie dankbar ich bin für mein Leben.

Ich bin dankbar, dass wir unsere Familie hinter uns stehen haben und wir uns alle gegenseitig unterstützen.

Ich bin dankbar, dass ich Alex habe, der mir den Rücken frei hält und besonders in den letzten eineinhalb Jahren einen Großteil der Kinderbetreuung und des Haushaltes übernommen hat.

Ich bin dankbar, dass meine Eltern von ihre Hilfe anbieten, obwohl sie nicht um die Ecke wohnen und auch selber noch selbstständigen Erwerbstätigkeiten nachgehen.

Ich bin dankbar, dass wir zwei wundervolle, gesunde Kinder haben.

Ich bin dankbar, dass auch wir Eltern selten krank sind.

Ich bin dankbar, dass wir beide uns frei entscheiden konnten unserer Passion nach zu gehen und nicht gezwungen sind etwas zu arbeiten, was uns nicht erfüllt.

Ich bin dankbar so viele, tolle und inspirierende Menschen kennen zu lernen und stetig mehr lernen zu dürfen.

Und ich bin dankbar, dass ich in einem Land lebe, in dem ein soziales Netz besteht. Ein Land, in dem wir wählen können. Ein Land, dass an der Gleichberechtigung arbeitet und in dem Kinder Wertschätzung erfahren. Ein Land, dass Asyl für viele Menschen bietet und uns die Freiheit gibt zu denken und zu sagen, was wir von diesem Land halten.

 

Aber ich weiß, dass es auch viele Menschen gibt, die durch dieses Netz fallen. Die keine Unterstützung erfahren und keine Wertschätzung erhalten.

Und mit der neuen Regierung, mit der FDP und der AFD im Bundestag. Wird es für einige dieser Menschen noch schwerer.

Und darum möchte ich heute keinen Rabattcode an euch geben. Denn ich habe beschlossen, dass es etwas Wichtigeres gibt.

 

Von heute an bis einschließlich 30.12.2017 gehen 13% eures Einkaufswertes in einen Spendentopf, den ich am 31.12.2017 an einen Verein zahlen werde.

 

Ich habe mir bisher zwei Vereine heraus gesucht, die für mich in Frage kämen und bin offen für weitere Vorschläge.

Damit ihr mit bestimmen könnt, wohin diese Spende geht werde ich am 01.12.2017 eine Umfrage starten, zu welcher Organisation die Spende gehen soll. Bis dahin werde ich euch unter #DankbarkeitSpenden auf Twitter, Facebook und Instagram auf dem Laufenden halten.

 

Vereins Vorschläge

www.frauenhauskoordinierung.de

www.vamv-berlin.de

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