Auf ihrem Blog hat Tafjora zu einer Blogparade aufgerufen. Es geht um Nachhaltigkeit.

Das Thema beschäftigt mich stark. Quasi rund um die Uhr.

Denn meine Einstellung zieht sich nicht nur durch unser Familienleben, sondern natürlich auch durch mein Arbeitsleben. Meine Mode. Meine Einstellung zum Konsum.

 

Berufsethik

Viele Firmen schreiben sich mittlerweile „ökonomische und ökologische Verantwortung“ auf die Fahnen. Immer häufiger finde ich auf (teils sehr günstigen) Modeketten das Lable prangen, dass sie Bio-Baumwolle verwenden. Die Logofarben und Firmendesigns werden grün gestaltet, damit der Kunde sofort Natur verknüpft. (HA! Ja..auch ich bin grün. Auch bei mir hat das durchaus psychologische Gründe. Ganz am Anfang hatte ich mal was Mint-Farbenes getestet, nachdem ich aber bei jedem Aufruf an Zahnärzte denken musste, habe ich die Farbe wieder geändert.)

Und auch ich schreibe mir ökologisches  und ökonomisches Handeln auf die Fahne.

Aber nicht um damit Werbung zu machen. Oder mehr Profit raus zu schlagen.

 

Es geht mir um mein ganz persönliches ethisches Gewissen.

 

Noch einmal bewusst geworden ist es mir, als mich eine Mutter anschrieb, die einen ganz speziellen Stoff vernäht haben wollte. Da ich aber nichts über die Herkunft dieses Stoffes herausfinden konnte, habe ich mich geweigert ihn zu kaufen und zu vernähen.

 

Mit einer der Gründe liegt darin, dass ich vor einer Weile „The True Coast“ gesehen habe. Und der Film hat mich nachhaltig beeinflusst. Die Bilder haben sich in mein Gehirn eingebrand und wollen dort auch nicht mehr so schnell raus.

 

Ich vernähe Bio-Stoffe nicht (nur) um Schadstoffe auf Babyhaut zu vermeiden.

Ich vernähe Bio-Stoffe, damit die Menschen, die diese herstellen gerecht bezahlt werden. Damit die Menschen in der Herstellung nicht mit (so vielen) Schadstoffen zu tun haben müssen. Und damit diese Menschen, denn es sind Menschen und keine Verbrauchsgüter oder kalte Roboter, ein wertvolles Leben führen können.

 

Es ist mir tatsächlich zur Herzensangelegenheit geworden.

 

Natürlich beschränkt sich das nicht nur auf meine Stoffwahl. Nach und nach steige ich auf Garn aus recycling Plastik um. Oder eben Bio-Baumwolle/Seide. Je nachdem was ich nähe. Meine Visitenkarten sind auf recycling Papier gedruckt. (Wenn jemand weiß, wo ich ökologisch vertretbares Stickgarn her bekomme: Ich bin für jden Hinweis dankbar!)

 

Ich versuche möglichst wenig Müll zu produzieren. Versuche möglichst wenig Plastik zu verwenden. Übrigens gibt es deswegen auch eine Second Hand Abteilung auf meiner Seite.

 

Nachhaltigkeit bei uns zuhause

Ich weiß nicht, ob es daran leigt, dass ich Kinder bekommen habe. Aber seit dem, kaufe ich nur noch Bio-Gemüse und Obst. Ehrlich.

Auch alles Andere versuchen wir nur noch in Bio und möglichst regional und ohne Plastik zu kaufen.

 

Bei Kleidung und Spielzeug setzen wir aber gerne auf Second Hand. Oder ich nähe meinen Kindern etwas, wenn wir nichts finden, was dem Modegeschmack von ihnen entspricht.

 

Denn auch hier gilt für mich: Ich will in erster Linie Müll vermeiden.

 

Wir sind nicht perfekt. Noch lange nicht. Aber wir tun, was wir können.

 

Damit unsere Kinder verstehen warum wir das machen, erkläre ich ihnen ganz genau warum wir was wie oder wo kaufen. Oder eben nicht kaufen. Und wir bauen ein bisschen Gemüse und Obst auf den Fensterbrettern und im Wintergarten an. Damit sie auch sehen können wie lange diese verdammten Erdbeeren brauchen, bis sie endlich reif sind und lecker sind! Aber dafür schmecken ihnen die eigenen Erdbeeren dann auch am besten.

 

Unsere Hoffnung ist, dass sie unser Handeln verstehen. Und nachahmen. Verbessern.

Unsere Kinder sollen unsere grüne Erde ganz selbstverständlich wertschätzen lernen. Es soll für sie nicht fremd sein, dass Milch nicht aus dem Kühlregal kommt und Karotten als Wurzeln in der Erde wachsen.

 

Und ich wünsche mir für meine Kinder eine empathischere Welt. Eine Welt, die den Tieren, Menschen und Pflanzen gegenüber empathisch ist.

 

Denn zur Zeit ist sie das nicht.

2 Replies to “Nachhaltigkeit leben und weiter geben”

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