Die letzten Monate waren aus verschiedenen Gründen schwer für mich.

Sehr schwer.

Und mittlerweile ist mir klar, dass ich zuhause nicht mehr arbeiten kann.

 

Mein Home-Office zum scheitern verurteilt?!

 
Sobald die Kinder morgens aus dem Haus sind. Habe ich zwar Zeit, aber der enge Büro-Raum mit dem wenigen Licht reizt mich nicht sonderlich. Ich versuche mich zu zwingen und habe keine Lust zu arbeiten.

Keine Lust Schnitte zu konstruieren und Stoffe zuzuschneiden.

Aus Platzmangel kann ich das nur am Boden machen. Muss jedes Mal alles zur Seite räumen.

Ständig steht alles im Weg. Das Bügeleisen, die Puppen, die Lampen, die Stühle und die Mülleimer. Unentwegt muss ich etwas umräumen.

Auch Stauraum ist knapp in unserem Arbeitszimmer. Die Stoffe quillen aus den Regalen und sortieren kann ich diese schon länger nicht mehr. Fertige Produkte liegen hier und da und irgendwie finde ich mein Radiergummi nie, wenn ich es brauche.

 

Dazu kommt unsere Wohnsituation

 

Wir haben kein Spiel-/Kinderzimmer. Denn das ist unser Arbeitszimmer.

Also ist das Wohnzimmer auch Spielzimmer. Für alle Spielsachen. Für alle Bastelsachen. Für alle Kinderbücher.

Und der Esstisch muss dort auch stehen. In der Küche ist – typisch Berlin – kein Platz für einen Esstisch.

Und unser Sofa.

Und unsere Kleiderschränke, weil im Schlafzimmer neben Familienbett und einem großen Expedit für saubere Bettwäsche und Handtücher… Gerade so Platz ist um drum herum zu laufen. Auf dem Expedit und in einem Hängeregal darüber stehen noch unsere „Erwachsenen“-Bücher.

 

Wenn die Kinder morgens aus dem Haus gehen, hinterlassen Sie ein unglaubliches Chaos.

Und ich möchte einfach auch mal die Tür zumachen und dieses Chaos nicht mehr sehen müssen.

Das alles und noch ein paar andere Dinge führten bei mir zu einem Nervenzusammenbruch.

 

Ich habe die Notbremse gezogen und muss nun einen Weg aus dieser unbefriedigenden Situation finde.

 

Ein Atelier muss her. 

 

Und hier kommt der Laden ins Spiel.
Denn dort hätte ich Platz für meine Arbeit. Und ein Großteil der Spielsachen könnte in das jetzige Arbeitszimmer umziehen. Private Unterlagen und der Computer von meinem Schatz, kämen mit ins Wohnzimmer.

 

Ich hätte Licht. 

 

Und ich hätte mit Öffnungszeiten eine Uhrzeit, zu der ich spätestens aus dem Haus muss.

Ich möchte KundInnen empfangen können und euch die Möglichkeit geben „mal gucken“ zu kommen. Die Kleidung anzufassen. Anzuprobieren.

 

 


 

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