Still-SchwaSchwa-Kleid-EntwurfBald möchte ich meine Mode nicht nur für Kinder, sondern auch für Mamas anbieten.

Besonders am Herzen liegen mir dabei Schwangere und/oder Stillende. Denn für mich ist die Mode in diesem Bereich einfach nicht extravagant genug.

 

Natürlich möchte ich meine Schnitte vorher am lebenden Model sehen. Sehen, ob alles so funktioniert, wie ich es mir vorgestellt habe.

 

Nur bin ich nicht mehr schwanger und abgestillt hat sich das Äffchen nun auch plötzlich.

 

Und wer testet nun?

 

Ich fragte Frau 0.2, ob sie für mich mal Versuchskaninchen spielen könnte. Und sie willigte ein.

Per E-Mail gingen Entwürfe zu ihr. Ihre Maße zu mir. Ihre Wahl fiel auf den Chilliroten Bio-Jersey. Und meinen Schnittfavoriten.

 

Und dann setzte ich mich an die Schnittkonstruktion. Ich muss gestehen, dass ich mich auf Neuland begab und länger für den Schnitt gebraucht habe, als ich eingeplant hatte.

Als der Papierschnitt dann eeeendlich so weit war, ging ich auch direkt zum Zuschnitt des Stoffes über. Ich hatte Frau 0.2 verschwiegen, dass ich einen Rückenausschnitt geplant hatte.

 

Ab an die Nähmaschine

Ab und an schickte ich ihr und der Twittergemeinde ein Foto. Kurz bevor ich dann die zweite Seitennaht schließen wollte, hatten wir dann noch die Idee eine Tasche aufzunähen. Also. Eigentlich hatte Frau 0.2 diese. Denn als Vollblut-Bloggerin – wo solle denn dann das Handy hin? Ein Glück, dass die Seitennaht nicht zu war…

Bei der Gelegenheit gestand ich ihr, dass ich „etwas“ nervös war, weil ich ihre Reaktion auf den Rücken nicht vorhersagen könne. Und dann kam es:

 

"Ich hoffe der ist nicht offen. Da wird mir doch kalt!"

Am Liebsten hätte ich jetzt die Nähte aufgeschnitten und das Rückenteil ohne Ausschnitt zugeschnitten.

Aber mir kam eine andere Idee. Für die Tasche hatten wir uns schon auf schwarzen Kontraststoff geeinigt. Jetzt schlug ich vor den Ausschnitt mit schwarz zu hinterlegen. Und eine Stickerei hinzuzufügen.

Sie verliebte sich auch direkt in ein Motiv bei Urban Threads – eine Seite, bei der ich arm werden könnte – und ich machte mich wieder an die Arbeit.

 

Nebenher musste ich meine Schneiderpuppe schwängern und ihr Socken besorgen.

Leider benehmen sich Socken so gar nicht wie echte Brüste…

 

Die Anprobe

Dann kam sie nach Berlin zur Blogfamilia. Und wir verabredeten uns zur Anprobe bzw. zur Übergabe. Meine Nervosität stieg. Und ausgerechnet an dem Tag war es grau und regnerisch. Dabei wollte ich so schöne Fotos draußen machen.

Allgemein war der Tag ein wenig chaotisch bei mir und ich wäre beinahe in die falsche Richtung gefahren.

Dort angekommen erwies sich meine Nervosität mal wieder als total überflüssig. Frau 0.2 ist eine super liebe und herzliche Frau. Und ihre June einfach nur herzallerliebst. Wenn auch etwas nölig, weil ich natürlich ausgerechnet zu ihrer Mittagsschlafzeit vorbei kam.

Überflüssig zu erwähnen, dass dann natürlich nach viel zu wenig Fotos auch noch der Akku alle war, oder?

Wie ihr sehen könnt, sitzt die Stillöffnung nicht da, wo sie bei den Socken saßen. Aber ansonsten sitzt der Schnitt unserer Meinung nach sehr gut. Nachbesserungen des Schnittes werden also folgen.

3 Replies to “in Arbeit: Still- und Schwangerschaftskleid „NullZwo“”

  1. Das sieht toll aus und die Lösung mit der Stickerei auf dem Rücken finde ich auch echt schick. Rückenausschnitte finde ich eh schwierig. Ich könnte z.B. nie ohne BH raus und den würde man sehen und das sähe wiederum unschön aus.
    Und an hübscher Stillmode fehlt es wirklich. Damit viel Erfolg! 🙂

    1. Danke für deinen lieben Kommentar.
      Der Rückenausschnitt sollte theoretisch eigentlich so sitzen, dass ein BH nicht sichtbar ist. Aber die Stickerei gefällt mir jetzt auch noch besser – kann man so schön individuell an die Mama anpassen!

      Leider hats deinen Blog falsch verlinkt, soll ich das beheben?

      1. Achso, dann passt das ja jetzt gut. ☺
        Das wäre nett, danke. Schon fast schlafend sollte ich vielleicht auch nicht mehr kommentieren, aber ich fand, du hattest das Lob verdient. ☺

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