Wir praktizieren jetzt seit zwei Jahren windelfrei.

Mal mehr und mal weniger konsequent und erfolgreich. Aber mittlerweile können wir wohl sagen: wir haben alles durch.

 

Das erste Mal Abhalten ohne Mama oder Papa

Als unser Äffchen ca ein halbes Jahr alt war, war eine enge Freundin (und Babysitterin für den Großen) zu Besuch. Ich war in der Küche und plötzlich rief sie: „Lela! Ich glaub‘ sie muss mal!

Als einzig logische Reaktion schickte ich sie mit ihr aufs Klo. Und Äffchen wurde das erste Mal von jemandem abgehalten, der nicht Mama oder Papa war. Und das erfolgreich.

 

Annäherung und ein Rückschritt

Danach hat es sich lange Zeit nicht ergeben, dass jemand anderes mit ihr auf Klo gehen konnte, wollte, musste, sollte…Wie auch immer. Mit etwas über einem Jahr war sie dann erst Mals komplett zuverlässig trocken. Sogar Nachts gab es kaum noch Unfälle. Und als das Bärchen dann zur Tagesmutter kam, ging sie dort sogar ein oder zwei Mal mit der Tagesmutter aufs Klo, wenn ich gerade damit beschäftigt war immer und immer wieder dem Bärchen zu sagen, dass er doch bitte jetzt seine Autos einpacken soll, damit wir heim können.

 

Wir waren stolz wie Bolle.

 

Unser kleines Mädchen ging ganz selbstverständlich aufs Klo. Auch mit Anderen.

Und dann kam der zweite Geburtstag..und alles wurde wieder nass.

 

Zumindest bei uns. Wenn sie mit Oma oder Opa unterwegs war..ging sie weiter aufs Klo.

Wenn wir bei der Tagesmutter waren.. ging sie aufs Klo.

Wenn wir auf dem Spielplatz waren… na ihr wisst schon.

 

Wenns zuhause nicht funktioniert, dann halt bei Anderen

Vor einer Woche startete die Eingewöhnung vom Äffchen bei der Tagesmutter. Morgens pinkelte sie fröhlich auf den Boden. Dann kamen wir bei der Tagesmutter an und die Windel war schon nass. Innerhalb einer halben Stunde Fahrt. Am ersten und zweiten Tag gab’s auch noch eine nasse Windel und eine nasse Hose. Ich oder mein Liebster waren ja auch die ganze Zeit mit da. Am dritten Tag verabschiedete ich mich nach dem Frühstück. Und holte einen (fast) leeren Wetbag ab. Nur die Windel vom Ankommen war drin. Am vierten Tag befanden sich noch Socken und eine Windel drin. Die Socken hatte sie mit ihrer Wasserflasche durchnässt. Die Windel war auf dem Spielplatz passiert. Tag fünf: leerer Wetbag – bis auf die Windel vom ankommen. Und an Tag 4 und 5 wurden auch die Unfälle zuhause wieder weniger.

 

Wir hatten im Laufe der Zeit allen Freunden und Verwandten erzählt, wie wir das mit dem windelfrei handhaben. Und auch der Tagesmutter haben wir erklärt und gezeigt, wie wir das machen. Was uns wichtig ist. Und das es nicht schlimm ist, wenn mal was nass wird.

 

Die Tagesmutter findet es klasse. Hat jetzt extra einen Familienklositz besorgt, damit unser Äffchen schneller selbstständig auf „das große Klo“ klettern kann, wenn sie möchte. Bisher hatte sie so einen Verkleinerer zum auflegen, der für die größeren Kinder auch einfach handhabbar war..aber eben nicht für ein Zweijähriges.

 

Wir durften feststellen, dass es manchmal bei Anderen besser klappt, als bei uns.

Sofern die „Anderen“ wissen, was das Kind gerade von ihnen will. Nicht jeder versteht sofort, wenn ein 1,5-Jähriges Kind am Hosenbein zupft und „Pipiiiii!“ ruft, dass es dann mit dieser (!!!) Person aufs Klo gehen will.

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