Ein Foto einer lilanen Wegwarte. Hat gar nichts mit dem Text zu tun.

Es war einmal ein Plan

„Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt“ – heißt es doch so schön.

Von wem stammt eigentlich dieses vorzügliche Zitat?

Seit ich ein Grundschulkind war, wollte ich Mode machen. Ich habe meine Barbie-Puppen in Pannesamt-Reste von meiner Mutter gewickelt und sie „kunstvoll“ in diese bunten Stoffstücke eingenäht. Abendmode. Mein großer Traum.

Gezeichnet habe ich auch schon gefühlt immer.

Irgendwann dann immer mehr in Richtung Anime und Manga.

Geträumt habe ich von einem Studium an der Universität der Künste. Ich wollte im Hörsaal sitzen, wenn Vivienne Westwood ihre Weisheit mit uns Jungdesigner_innen teilt.

Ich machte zwei tolle, lehrreiche und sehr prägsame Praktika bei einer wundervollen Designerin in Berlin. Abendmode. Bauchtanzkleidung. Korsetts besticken, Straß aufkleben, Nähte trennen, weil wir die Nahtzugabe vergessen haben.

Ich brach die Schule ab.

Bewarb mich auf einer Modeschule.

Wurde abgelehnt.

Fiel in ein Loch.

Es hat eine Weile gedauert, bis ich den Weg zu meinem Traum zurück fand. Aber ich fand ihn. Die Abstecher in Bewerbungsgespräche für eine Ausbildung zur Frisörin, das Praktikum bei einer Onlinespielentwicklungsfirma, die Maßnahme für eine winzige, total überflüssige und regionale Onlinezeitung und auch die Arbeit im IT Bereich brachten mich aber tatsächlich weiter in meinem Traum.

Seit ich 2011 das erste mal an einem Businessplan schrieb, ist wirklich einiges schief gelaufen.

Ich machte Pläne.

Und musste sie quasi direkt wieder verwerfen.

Ich habe also in den letzten 9 Jahren noch etwas gelernt. Improvisieren. Und Pläne machen. 

Mittlerweile mache ich sehr viele Pläne. Nicht mehr nur einen. Denn wenn ich nur einen mache – muss ich wieder alles neu starten. Wieder von Anfang an.

Der letzte einzelne Plan, den wir gemacht hatten, wurde vor drei Monaten einfach in den Boden gestampft. Ihr erinnert euch? 

Ich bin so wenig ins Atelier gekommen, dass ich gerade so mit euren Bestellungen hinter her kam. An eBooks war bei weitem nicht zu denken.

Die nächsten 19 Tage lassen sich relativ gut planen. Wir haben Sommerferien, das mittlere Kind geht – soweit nicht alles total schief läuft – an mindestens einem Tag in der Woche zur Tagesmutter. Nicht, dass das eine wirkliche Entlastung für uns wäre. Eigentlich ist es sogar mehr Aufwand. Aber es sind ihre letzten Tage bei der Tagesmutter. Und die wollen wir ihr soweit wie möglich auch lassen.

Und trotzdem werde ich nur wenig ins Atelier kommen. Weswegen ich jetzt (wie bereits im Newsletter angekündigt) die Lieferzeiten erst ein Mal auf 21 Werktage (ich zähle dazu Montag bis Freitag) hoch gesetzt habe. Wenn eure Bestellungen fertig sind, schicke ich sie natürlich auch eher raus.

Wenn wir Glück haben, ziehen wir vielleicht eventuell demnächst um. Eventuell vielleicht, mit Glück, zieht dann das Atelier wieder mit in unsere Wohnung – dann geht das produzieren wieder schneller. Oder die Produktvielfalt. Das werden wir dann sehen.

Eventuell, wenn wir Pech haben, ziehen wir aber in naher Zukunft nicht um. Bleiben noch eine Weile in der zu kleinen Wohnung und ich habe weiterhin den Arbeitsweg, für den wir zwei Mal überlegen, ob es sich jetzt wirklich noch lohnt, dass ich los fahre. Dreißig Minuten Fahrradfahren und dann nur ne Stunde arbeiten um dann wieder zurück zu fahren.. das mache ich nicht. Ich muss auf meine Kräfte achten. Und auch auf die von Alex. 

Die letzten Jahre haben stark an uns gezehrt, aber Die letzten drei Monate haben dem ganzen noch ein Mal das Sahnehäubchen aufgesetzt und so werde ich auch weiterhin unser Wohl als Familie vor die Arbeit setzen.

Einer meiner Pläne schließt übrigens ein, dass ich gezielter mit beratenden Menschen zusammen arbeiten möchte. Denn wer könnte euch besser zeigen, wie toll meine Stilleinlagen, Pocketbinden, Käferhose & Co sind, als Menschen, die sich den ganzen Tag mit nichts anderem als diesen Produkten und den Menschen, die diese benötigen beschäftigen? 

Ein zweiter umfasst ein Projekt über das ich bei Instagram gestolpert bin und es mich sofort überzeugt hat: die grüne Murmel

Es ist aktuell ein Startup im Status „crowdfunding“ – also benötigt es eure Unterstützung. Das geht auch schon ab einem symbolischen Euro.

Am Ende entsteht ein Unternehmen, dass nachhaltig produzierte Umstands- und Stillmode (und Zubehör) vermieten, waschen, reparieren, hegen, pflegen und wertschätzen möchte. Und da komme ich dann ins Spiel – und möchte sie beliefern. Meine Mode für jede Schwangere oder Stillende erschwinglich zu machen ist schon lange ein Ziel von mir, war aber bisher einfach nicht möglich. Selbst vermieten kann ich nicht. Auch mein Tag hat nur 24 Stunden. Aber Mau, Marco und Malin wollen einen Teil ihrer 24 Stunden eben genau damit verbringen – und nicht damit die besagte Mode herzustellen.

Ein anderer Wohnungsproblembetreffender Plan hat sich schon wieder in Rauch aufgelöst – der Keller darf nur als Keller benutzt werden. Als nichts anderes.

Schade eigentlich.

P.S.: Wir suchen eine Wohnung ab 3,5 Zimmern mit mindestens 80 qm in Reinickendorf/Tegel/Wittenau/Wedding/Pankow (dann aber eher westlicher Rand) bis 850€ kalt. Wer also wen kennt, der wen kennt oder was hört….

P.P.S.: Bei teilgewerblicher Nutzung dürfen es auch ab 100 qm gerne 300€ mehr sein, weil dann das zusätzliche Atelier weg fallen würde.

P.P.P.S.: wer bis hier gelesen hat bekommt jetzt noch einen gratis Ohrwurm, denn ich habe Pläne, grosse Pläne..

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